AUFZINTHERLIEDER ZUR KIRWA

(für alle dies no net kinna...)

 
Ja wos is den dou drinn, ja wos schaut denn da raus a kloans Trepferl Bier und des sauf ma jetzt aus Ja mir hom die Kirwa, mir hom die Freid, uns föhlt ja blos nu a Weib.
I scheiß auf des Weib, i scheiß auf di Freid, solang i koa Maß hob, dou hob i koa Freid.
Ja mir hom die Kirwa, und mir hom die Freid, uns föhlt ja blos nu a Weib.
 
   
14 Doch davor, 14 Doch danou, Himmel auf der Bettstod,
oh Kirwa iou niad nou.
o Kirwa lou niad nou, o bleib doch nu a bisserl dou,
o Kirwa lou niad nou, bleib nu a bisser´l dou.
 
Dou drunten auf da Bruck, dou zöhlt da Bua sei Kirwagöd, a Fuchzgerl hout er nu, a Fuchzgerl hout er nu. Heidi, heida, ja lustig ist die Kirwarei, ja hier in Lauterhof, ja hier in Lauterhof.
 
 
Ja wenn amol a Kirwa is, ja soll ma dou niad lustig sei ? Dou scheiß I in die Kirwa nei, soi liaba koane sei.
Af unser Kirwa gfrei I mi, dou tantz I mit da Bäuere, dia hout a zrissn´s Hemmad a, dou heng I mi glei dra.
 
 
Einmal kommt der Tag, wou ma Kirwa hout in Lauterhof,
 
1. ...dou wird a Bam umgmacht, wern grouße Kranz dragmacht, so scheij is in Lauterhof.
2. ...dou wird a Suggl gschlacht und große Broutwirscht gmacht, so scheij is in Lauterhof.
3. ...dou wird a Fos aufgmacht und grouße Reisch hoambracht, so scheij is in Lauterhof.
4. ...dou wird a Terror gmacht, bis daß die Wirtschaft kracht, so scheij is in Lauterhof.
 
 
LULU
 
Warurn bist du, bist du Lulu, bist du Ludmilla, mein Mädchen gegangen?
 
So schnell ins Klo, so schnell ins Klo, so schnell ins Kloster, und ließt mich allein ?
 
Und am Po-Po, und am Po-Po, und am Po-Postamt da schrieb ich voll Verlangen:
 
Laß mich wie-wie, laß mich wie-wie, laß mich wie-wieder gücklich sein.
 
Wenn der Busen meiner Frau voller Wein wär, ei, dann rnöchte ich so gern ein Knäblein sein.
 
Ach wie könnte ich da saufen, bräuchte keinen Wein zu kaufen, denn der Busen meiner Frau wird niemals leer.
 
Oh wie so trügerisch sind Frauenherzen, sie woll´n uns Männer ins Unglück stürtzen.
 
Der Mann ist das Feuerzeug, die Frau ist der Zunder und wenn der Funken ummehupft, brennt der ganze Plunder. Leck mich am Arsch, Marie! Mein Herz das kriegst du nie. Ich hab mir in Frankreich die Pfeife verbrannt, alles für´s Vaterland.
 
Oh Muadda, dou scha her, mir wachst a Schepperl Hoar am Bauch,
 
I moan, I wir a Bär, oh Muadda dou scha her.
 
Alle Vöglein sind schon da, alle Vöglein, alle. Amsel, Drossel, Fink und Meise, und die ganze Vogel... schar.
 

Vögeln muß man 3 x täglich ... frisches Wasser geben.
 
 
SCHWER MIT DEN SCHÄTZEN
 
1. Schwer mit den Schätzen des Orients beladen, ziehet ein Schifflein am Horizont dahin. Sitzen zwei Maderl am Ufer des Meeres, flüstert die eine der
andren leis ins Ohr:
|: „Frage doch das Meer, ob es Liebe kann scheiden, frage doch das Meer, ob es Treue brechen kann.“ :|
 
2. Schifflein, sie fuhren und Schifflein, sie kamen - einst kam die Nachricht aus fernem, fremdem Land. Aber es waren nur wenige Zeilen, daß eine andre er auserkoren hat.
|: „Frage doch das ...“ :|
 
 
 
IN EINEM POLENSTÄDTCHEN
 
1. In einem Polenstädtchen, da fand ich einst ein Mädchen. Sie war so schön!
|: Sie war das allerschönste Kind, das man in Polen findt. „Aber nein, aber nein“ sprach sie, " ich küsse nie !“ :|
 
2. Ich führte sie zum Tanze, da fiel aus ihrem Kranze ein Röslein rot.
|: Ich hob es auf von ihrem Fuß, bat sie um einen Kuß. „Aber nein, aber nein," sprach sie, " ich küsse nie !“ :|
 
3. Und als der Tanz zu Ende, da reicht sie mir die Hände zum Abschieds­gruß.
|: "Nimm hin Du stolzer Grenadier, den ersten Kuß von mir, vergiß Maruschka nicht, das Polenkind !" :|
 
4. Und als ich kam nach Polen und wollt Maruschka holen, ich fand sie nicht.
|: Ich suchte da, ich suchte dort, ich sucht an jedem Ort, aber fand Maruschka nicht, das Polenkind. :|
 
5. Und unter einer Eiche, da fand man ihre Leiche, sie war so bleich.
|: Sie hielt 'nen Zettel in der Hand, worauf geschrieben stand: „Ich hab einmal geküßt und schwer gebüßt.“ :|
 
6. Drum lautet die Parole: Küß niemals eine Polin! Sie ist so schwach.
|: Schaff dir ein Bayernmadel an, das mehr vertragen kann, das nicht beim ersten Kuß gleich sterben muß! :|
 
 
EIN HELLER UND EIN BATZEN
 
1. Ein Heller und ein Batzen, die waren beide mein, ja mein.
Der Heller ward zu Wasser, der Batzen ward zu Wein, ja Wein.
|: Heidi, heido, heida; heidi heido heida; Heidi, heido, heida; Ha, ha, ha ha, ha, ha, ha. :|
 
2. Die Wirtsleut und die Madel, die rufen beid: „0h weh, oh weh!"
Die Wirtsleut, wann ich komme, die Maderl, wann i geh.           |: Heidi, ... :|
 
3. Mein Strümpfe sind zerrissen, mein Stiefel sind entzwei, entzwei.
Und draußen auf der Heide, da singt der Vogel frei.        |: Heidi, ... :|
 
4. Und gäbs kein Landstraß nirgends, dann säß ich still zu Haus, zu Haus.
Und gäbs kein Loch im Fasse, Schlüg ich den Boden aus.          |: Heidi, ... :|
 
5. War das ne große Freude, als mich der Herrgott schuf, ja schuf.

Ein Kerl wie Samt und Seide, nur schade, daß er suff.       |: Heidi, ... :|
 
 
WER HATT UNS ZUM SAUFEN VERFÜHRT?
 
1. |: Wer hat uns zum Saufen verführt, verführt? :|
|: Der himmlische Wirt, der alles regiert, der hat uns zum Saufen verführt, verführt! :|
 
2. |: Wo führt denn das Saufen wohl hin, wohl hin? :|
|: Ins Himmelreich nei, wo der Petrus wird sei, der schenkt uns a frische Maß ei, ja ei! :|
 
3. |: Wo wird denn mei Grob amol sei, ja sei? :|
|: So zwischen zwei Faß, wo die Gurgel bleibt naß, der herrlichste Friedhof ist das, ja das! :|
 
4. |: Wer hat uns das Küssen gelehrt, gelehrt? :|

|: Die Kupferschmid-Liesl mit ihrem Saurüssel, die hat uns das Küssen gelehrt, gelehrt! :|
 
 
A RINDVIEH
 
1. A Rindvieh, so nennen im Dorf mi die Leit, des is hoit a Titel, so sakrisch mi gfreit.
Mei Vodder, der hot in seim Köpferi nix drin, na is a koa Wunder, daß a Rindvieh i bin.
 
Refr.: |: I bin fidel, fidel, fidel, mi leckst am Oarsch, bis daß der Deife hoit mei oarme Seij! :|
 
2. Am Sonntag, da kommen die Stadtleut aufs Land, sie kraxeln auf die Berg ja wia die Gamsböck umanand.
Sie busserln mei Maderl in der Sennerhüttn drin, und i schaug eane zua, ja weil a Rindvieh i bin.                                               |: I bin fidel, ... :|
 
3. Dau neilich, dau hot mi des Zahnweh so plagt, zum Booder bin i ganga, hab mei Leid earm geklagt.
Die Guadn, die ziagt er, die Schlechten laßt er drin, fünf Mark hab i earm zahlt, ja weil a Rindvieh i bin.                           |: I bin fidel, ... :|
 
4. Und weil i so bleed bin, und weil mi des gfreit, drum steig i auf die Berg, da wo des Rindvieh sich weidt. Da bieib i und setz mi ganz mitten darin, da merkts ja a koa Mensch niad, daß a Rindvieh i bin.     |: I bin fidel, ... :|
 
 
WESTERWALD-LIED
 
1. Heute wollen wir maschiern, einen neuen Marsch probiern,
|: In dem schönen Westerwald, ja da pfeift der Wind so kalt. :|
 
Refr.: |: 0, du schöner Westerwald (Eukalypthus-Bonbon), über deine Hügel pfeift der Wind so kalt, jedoch der kleinste Sonnenschein dringt tief ins Herz hinein. :|
 
2. Und die Grete und der Hans gehn des Sonntags gern zum Tanz,|: weil das Tanzen Freude macht und das Herz im Leibe lacht. :|         |: O, du schöner Westerwald… :|
 

3. 1st das Tanzen dann vorbei, gibt es meist 'ne Keilerei, |: und dem Bursch, dem das nicht g'freit, sagt man der hat keine Schneid. :|   |: O, du schöner Westerwald… :|
 
 
WIR LAGEN VOR MADAGASKAR
 
  1. Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord. In den Kesseln, da faulte das Wasser und täglich ging einr über Bord.
 
Refr.: Ahoi Kameraden! Ahoi, ahoi. Leb wohl kleines Maderl, leb wohl, leb wohl.
Ja wenn das Schifferklavier an Bord erklingt, ja da sind die Matrosen so still, ja so still, weil ein jeder nach seiner Heimat sich sehnt, die er gerne einmal wieder sehen will
 
2. Wir lagen schon vierzehn Tage, kein Wind in die Segel uns pfiff. Der Durst war die größte Plage, dann liefen wir auf ein Riff.                    Refr.: Ahoi Kameraden…
 
3. Der Lang Hein, der war der erste, er soff von dem faulen Naß. Die Pest gab ihm dann das Letzte, und wir ihm ein Seemannsgrab.        Refr.: Ahoi Kameraden…
 
4. So lagen wir vierzehn Tage, kein Wind in die Segel uns blies. Die Ratten, sie wurden zur Plage, so mancher sein Leben ließ.                       Refr.: Ahoi Kameraden…
 
 
WENN WIR ERKLIMMEN
 
1. Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen, steigen dem Gipfeikreuz zu. In unsren Herzen brennt eine Sehnsucht, die läßt uns nimmermehr in Ruh.
|: Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir, ja wir. :|
 
2. Mit Seil und Hacken, den Tod im Nacken, hängen wir an steiler Wand. Herzen erglühen, Edelweiß blühen, vorbei geht´s mit sicherer Hand.                                  |: Herrliche Berge,…:|
 
3. Fels ist bezwungen, frei atmen Lungen, ach wie so schön ist die Welt.
Handschlag, ein Lächeln, Mühen vergessen, alles aufs beste besteilt. |: Herrliche Berge,…:|
 
4. Beim Alpenglühen heimwärts wir ziehen, die Berge sie leuchten so rot. Wir kommen wieder, denn wir sind Brüder, Brüder auf Leben und Tod.              |: Herrliche Berge,…:|
 
 
LUSTIG IST DAS ZIGEUNERLEBEN
 
1. Lustig ist des Zigeunerleben, faria, faria ho; brauch´n dem Kaiser kein Zins zu geben, faria, faria ho.
Lustig ist es im grünen Wald, wo des Zigeuners Aufenthalt.
Faria, faria, faria, faria, faria, faria ho.
 
2. Sollt' uns einmal der Hunger plagen, faria, faria ho; geh'n wir uns ein Hirschlein jagen, faria, faria ho.
Hirschlein nimm dich wohl in acht, wenn des Jägers Büchse kracht. Faria…       
 
3. Sollt uns einmal der Durst recht quälen, faria, faria ho; gehn wir hin zu Wasserquellen, faria, faria ho.
Trinken das Wasser wie Moselwein, meinen es dürfte Champagner sein. Faria …
 
 
KEHR ICH EINST ZUR HEIMAT WIEDER
 
Kehr ich einst zur Heimat wieder, früh am Morgen, wenn die Sonn' aufgeht. Schau ich dann ins Tal hernieder, wo vor einerTür ein Maderl steht.
 
Refr.: Da seufzt ich still, ja still und flüstert leise:
„Mein Bayerland, mein Heimatland, so von Natur, Natur, in alter Weise. Wir sehn uns wieder (aber wann?) mein Bayerland, wir sehn uns wieder am Lautrachstrand“
 
2. In dem Schatten einer Eiche, ja da gab sie mir den Abschiedskuß. „Schatz ich kann nicht bei Dir bleiben, weil ja weil ich von Dir scheiden muß.“                      Refr.: Da seufzt…
 
3. Liabes Maderl laß das Weinen, liabes Maderl laß das Weinen sein. Wenn die Rosen wieder blühen, ja dann kehr ich wieder bei Dir ein.                        Refr.: Da seufzt…
 
 
WOHL IST DIE WELT SO GROß UND WELT
 
1. Wohl ist die Welt so groß und weit und voller Sonnenschein, das allerschönste Stück davon ist doch die Heimat mein. Dort wo aus schmaler Feisenkluft der Eissack springt heraus, vom Sigmundskron der Etsch entlang bis zur Salurnerklaus. Heidi, heido …
 
2. Wo König Ortler seine Stirn hoch in die Lüfte reckt, bis zu des Arnolds Alpenreich, das tausend Blumen deckt. Dort ist mein schönes Heimatland mit seiner großen Freud, mit seiner Eis- und Felsenwand und seiner Herrlichkeit. Heidi, heido …
 
3. Das Jahr vergeht, die Zeit verrinnt und leise über Nacht deckt's Heimatland in Berg und Tal des Winters weiße Pracht. Zu einer kleinen Hütt'n führt die Spur von meinem Ski, und abends, wenn die Sonne sinkt, klingt leis´ die Melodie. Heidi, heido …
 
4. Wohl ist die Welt so groß und weit und voller Sonnenschein …
(Wiederholung Strophe 1. )
 
 
KUFSTEINLIED
 
1. Kennst du die Perle, die Perle Tirols? Das Städtchen Kufstein, das kennst du wohl. Umrahmt von Bergen, so lieblich und still.
|: Ja das ist Kufstein am grünen Inn. :|                    ( allgem. Jodeln !!!??? )
 
2. Es gibt so vieles bei uns in Tirol: a guates Weinderl aus Südtirol. Da denkt ein jeder, 's möcht immer so sei,
|: bei einem Maderl und a'm Flascherl Wein. :|     ( nochm. Jodeln !! )
 
3. Und ist der Urlaub dann wieder aus, dann nimmt man Abschied und fährt nach haus. Man denkt an Kufstein, man denkt an Tirol.
|: „Mein liabes Maderl, lebe wohl, leb' wohl." :|   ( und jetzt der große Schluß-Jodler !! )
 
 
WIR LIEBEN DIE STÜRME
 
1. Wir lieben die Stürme, die brausenden Wogen, der eiskalten Winde rauhes Gesicht. Wir sind schon der Meere so viele gezogen, und dennoch sank unsre Fahne nicht.
 
|: Heijo, heijo, heijo heijo heijo- ho, heijo, heijo-ho, heijo ! :|
 
2. Unser Schiff gleitet stolz durch die schäumenden Wogen, jetzt strafft der Wind unsre Segel mit Macht. Seht ihr hoch droben die Fahne sich wenden, die blutrote Fahne, ihr Seeleut habt acht.                        |: Heijo, heijo … :|
 

3. Wir treiben die Beute mit fliegenden Segeln, wir jagen sie weit auf das endlose Meer. Wir stürzen an Deck und wir kämpfen wie Löwen, und kehren wir heim, klingt es übers Meer:
 
|: Heijo, heijo … :|